Biotonnenkontrolle_Informationen
 

Fehlwürfe in der Biotonne

Glas, Plastiktüten, Restmüll, Verpackungen und andere nicht kompostierbare Abfälle dürfen auf keinen Fall in die braune Tonne. Sie verursachen enorme Probleme und Kosten bei der Verwertung von Bioabfall zu Kompost.

Achtung! Es dürfen auch keine Produkte aus biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW) in die Biotonne. Dazu zählen z.B. Cateringgeschirr wie sogenannte kompostierbare Becher oder Pappteller, Verpackungschips aus Stärke. Das Verbot gründet in einem Ausschluss durch das Bundesumweltministerium aus der Kompostierung. Wir dürfen im Kompostwerk Aiterhofen, in dem wir zertifizierten Kompost produzieren, derartige Materialien nicht verarbeiten, auch wenn sie als kompostierbar gekennzeichnet sind.

Keimling Ausnahme sind lediglich die biologisch abbaubaren Bioabfallbeutel. Sie müssen deutlich und mehrfach mit dem Symbol des Keimlings gekennzeichnet sein. Nur so sind sie für uns auch von herkömmlichen Kunststoffbeuteln zu unterscheiden.

 

Konsequenzen bei Falschbefüllung

Finden sich deutliche Fehlbefüllungen in den Tonnen, bleiben sie ungeleert. Ein roter Einhänger informiert die Nutzer. Sie können den Inhalt nachsortieren oder ggf. als Restmüll entsorgen. Bei einmaligen, geringfügeren Fehlbefüllung wird die Tonne trotzdem geleert und der Nutzer durch einen gelben Einhänger informiert. Werden die braunen Tonnen anhaltend falsch befüllt, wird der Hauseigentümer angeschrieben und ggf. die Biotonne entzogen.

 

Anteil der falsch befüllten Tonnen

Bis Anfang April wurden 2.527 Beanstandungen vorgenommen. In den meisten Fällen, bei 77%, reagieren die Kunden auf erste Beanstandungen und befüllen dann ihre Tonne richtig.

Im Schnitt wurden bisher etwa 7% des gesamten Tonnenbestandes beanstandet. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass der Großteil der Nutzer die Biotonne richtig befüllt.

In einem der prekärsten Gebiete im städtischen Bereich mussten an einem einzigen Leerungstag 12% der Tonnen beanstandet werden. Nach drei weiteren Kontrollterminen sank der Anteil auf 5 %. Zum Vergleich: in einem durchschnittlichen städtischen Gebiet entwickelte sich die Situation von 4% auf 1% beanstandeter Tonnen. In ländlich strukturierten Gebieten sind die Auffälligkeiten in der Regel geringer. Hier kann es sogar vorkommen, dass in einzelnen Gemeinden keine oder nur zwei oder drei Tonnen falsch befüllt sind.