Informationen Kunststoffe
 

Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff

Nicht alle Kunststoffabfälle können derzeit wiederverwertert werden. Kunststoffe können sehr unterschiedlich beschaffen sein. Verschiedenste Zuschlagstoffe verändern deren Eigenschaften. Ein Gemisch aus verschiedensten Kunststoffabfällen ist daher wenig zur Verwertung geeignet.

Im Moment werden Verpackungen aus Kunststoff sowie "Nichtverpackungs-Kunststoffe" aus reinem Hartplastik kostenlos angenommen. Andere Kunststoffabfälle sind nach wie vor als Restmüll zu entsorgen. Dazu gehören  Abfälle auf weichem Material wie Folienabfälle aus der Landwirtschaft oder dem Garten (Teichfolie) oder Duschvorhänge sowie Abfälle, bei denen Kunststoff mit fremden Materialien verbunden ist, wie Duschkabinen, Ski, etc..

 

Wertstoff Kunststoffverpackungen

Aufgrund der Verpackungsverordnung gibt es seit Beginn der Neunziger Jahre Verwertungsstrukturen für Verpackungen aus Kunststoff. Diese Verpackungen werden in verschiedenen Sammelfraktionen möglichst sortenrein erfasst, um sie dann wieder zu verwerten. Der Verbraucher zahlt durch eine Lizenzgebühr, mit der die Verpackung belegt ist, bereits an Handel und Industrie für die Verwertung des Materials. Alle Verkaufsverpackungen aus Kunststoff werden an allen Wertstoffhöfen kostenlos angenommen.

Entsorgung: kostenlose Annahme an jedem Wertstoffhof!

 

Wertstoff Hartplastikabfälle

Gebrauchsgegenstände aus reinem Hart-Kunststoff wie Schüsseln oder Spielzeug, die bisher nur als Restmüll entsorgt werden konnten, werden seit Herbst 2012 extra gesammelt und einer Verwertung zugeführt. Bis auf Weiteres dürfen die Kunststoffe, die nicht als Verpackung gedient haben, aber auch als Restmüll entsorgt werden.

Entsorgung: Kostenlose Annahme am Entsorgungszentrum und am Wertstoffhof Alfred-Dick-Ring 6 in Straubing sowie an den Wertstoffhöfen Bogen und Geiselhöring.

 

Sammlung von Hartplastik - Hintergründe

Zusammen mit einem Regensburger Recyclingunternehmen versuchten wir eine Verwertungsschiene für hochwertige Hartkunststoffe aufzubauen. Das Material wird gemahlen und von Verwertungsfirmen im Inland zu neuen Produkten verarbeitet.

Es werden große Mengen von Hartkunststoffen einer Sorte benötigt, um das umweltfreundliche Vorhaben auch wirtschaftlich zu gestalten. Nach Schätzungen lassen sich jährlich etwa vier Kilo Hartkunststoffe pro Einwohner aus dem Restmüll abschöpfen und damit von der Verbrennung zur Verwertung umlenken.

Der erste Vorstoß des ZAW-SR in Sachen Hartkunststoffe vor mehreren Jahren scheiterte. Es fand sich kein Verwerter für das Material. Der Grund liegt auf der Hand. Hartkunststoffe seien schwierig zu recyceln, da sie meist aus einer Mischung mit vielen unterschiedlichen Zusätzen bestehen.

Informationen erteilt der Kundenservice des ZAW-SR unter Telefon 09421/9902-44.