Wohin_mit_Fallobst?
 

Wie ist überflüssiges Fallobst zu entsorgen?

Fallobst

Fallobst kann unter Berücksichtigung der Maximalbelastung einer Biotonne über diese entsorgt werden. (48kg/120-Liter-Tonne und 96 kg/240-Liter-Tonne) Größere Mengen können im Kompostwerk angeliefert werden.  Es wird dort kostenlos angenommen, wenn es nicht mit anderen organischen Abfällen wie Rasen vermischt ist.

Warum darf Fallobst nicht zur Grüngutsammlung an den Wertstoffhöfen?

In den Wertstoffhöfen wird „Grüngut“, also Baum-, Strauch- oder Rasenschnitt aus den Gärten erfasst. Fallobst zählt nicht zu „Grüngut“ und ist von einer Anlieferung an den Wertstoffhöfen ausgeschlossen:

  • Faulendes Obst zieht insbesondere Wespen magisch an. Allergiker sind bei der Anlieferung extrem gefährdet.
  • Obst wirkt neben Insekten auch auf Nager sehr anziehend.
  • Bei der Lagerung von fauligem oder angeschlagenem Obst entstehen vermehrt Sickersäfte. Das führt zu Hygiene-, Geruchs- Abwasser- und Sicherheitsproblemen.
  • Grüngut wird überwiegend lose erfasst und mit einem Kranfahrzeug abgefahren. Fallobst ist mit dem Greifer schlecht fassbar.

Warum gibt es keine zusätzliche Sammlung für Fallobst?

Für manche Nutzer reicht die Kapazität der Biotonne zur Entsorgung des anfallenden Obstes nicht aus. Es werden immer wieder Forderungen nach einer zusätzlichen dezentralen Sammlung laut. Aus verschiedenen Gründen halten wir die Einrichtung einer gesonderten Erfassung für unangemessen und verweisen auf die Möglichkeit der Selbstanlieferung im Kompostwerk:

  • Die Einführung einer gesonderten Erfassung über extra Sammelbehälter ist unverhältnismäßig kostenintensiv.
  • Die Obstmengen schwanken witterungsbedingt von Jahr zu Jahr. Eine spezielle, zeitlich befristete Logistik ist damit besonders aufwändig.  Es müssten extra Behälter für kurze Nutzungszeiten beschafft werden.
  • Die Ungeziefer- und Geruchsproblematik  ist bereits genannt.
  • Gebührengerechtigkeit: Fallobstentsorgung in größerem Stil betrifft nur eine kleine Gruppe der Gebührenzahler mit entsprechend großen Grundstücken. Die Grüngutannahme ist ohnehin schon sehr großzügig geregelt. Eine Umlage der Entsorgungskosten von größeren Fallobstmengen auf die Allgemeinheit der Gebührenzahler widerspricht der Gebührengerechtigkeit.
  • Berechtigung: Wer die Möglichkeit der Eigenkompostierung gewählt hat und einen entsprechenden Abschlag auf die Restmüllgebühr erhält, hat sich verpflichtet alle organischen Abfälle selbst zu verwerten. Dies schließt eine Anlieferung von Gartenabfällen jeglicher Art an den Sammelstellen des ZAW-SR „eigentlich“ aus.